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Eine viertel Million Euro in Kleidung und Schuhen versteckt

2016-11-04 15:46:40

Am 3. November 2016 gegen 21:00 Uhr reiste ein 41-jähriger Rumäne aus Faro (Portugal) über den Flughafen Weeze nach Deutschland ein. Obwohl es sich um einen Flug innerhalb der EU handelte, entschieden sich die Zöllnerinnen und Zöllner einer Kontrolleinheit, die dem Hauptzollamt Duisburg angehört, zu einer umfangreicheren Kontrolle.

Die Durchsuchung gab der Spürnase der Kollegen recht: Zunächst entdeckten sie zwei Bündel mit 50-Euro-Banknoten, versteckt in einem Paar Damenstiefel, anschließend mehr als 7.000 weitere Banknoten in Schuhen, neuwertigen Unterhosen, in Socken und in den Hosentaschen der im Koffer befindlichen Jeans. Insgesamt fanden die Zöllner damit fast 250.000 Euro - 7.631 Scheine in einer für Zöllner dealertypisch erscheinenden kleinen Stückelung von fünf bis 50 Euro in den textilen Verstecken.

Der überführte Reisende gab an, er habe das Geld nicht angemeldet, da er Angst vor einer Sicherstellung durch den Zoll hatte, und dass er von dem Geld zwei Müllabfuhrfahrzeuge kaufen wollte.

Das zuständige Zollfahndungsamt Essen übernahm den Fall, da neben der unterlassenen Bargeldanmeldung nun der Verdacht der Geldwäsche im Raum steht. Erste Ermittlungen des Zollfahndungsamts Essen ergaben, dass gegen den 41-jährigen Rumänen bereits diverse Strafverfahren in Deutschland wegen Betrug anhängig sind.

Auch bei Reisen innerhalb der EU müssen Zahlungsmittel über 10.000 Euro mündlich und auf Verlangen angemeldet werden. Mit seinen Kontrollen trägt der Zoll dazu bei, Zahlungsmittel aus illegalen Quellen, wie zum Beispiel dem Drogenhandel, aufzuspüren. So gehen, wie in diesem Fall, die Kontrolleinheiten der Hauptzollämter gemeinsam mit den Ermittlern der Zollfahndungsämter gegen die organisierte Kriminalität vor und erschweren unter Umständen die Finanzierung terroristischer Aktivitäten.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de