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Ausgezeichnet für erfolgreichen Einsatz

2016-10-27 16:47:53

Zollhundeführerin Sarina Nees von der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Gießen wurde mit ihrer Hündin Wanja vom Hessenstein für erfolgreiche Einsätze mit der Plakette des Vereins für Deutsche Schäferhunde ausgezeichnet.

Der Leiter des Hauptzollamts Gießen, Regierungsdirektor Johannes Weishaupt, überreichte in Gießen der 44-jährigen Zollhundeführerin Sarina Nees mit ihrer Deutschen Schäferhündin die Plakette und eine Urkunde. Er dankte der Hundeführerin für ihre große Einsatzbereitschaft. Der Verein für Deutsche Schäferhunde würdigt mit der Ehrung das erfolgreiche Aufspüren von Tabak und Bargeld in mehreren Fällen und die guten Ergebnisse des Hundes während seiner Ausbildung.

Wanja wird erst seit circa einem Jahr beim Hauptzollamt Gießen als Tabak- und Bargeldspürhund eingesetzt. Sie ist der erste Tabakspürhund des Hauptzollamts, das damit insgesamt drei Hunde einsetzt; die beiden anderen als Rauschgiftspürhunde. Im Alter von drei Jahren kam die heute sechs Jahre alte graue Schäferhündin erst zum Zoll. Seitdem lebt sie gemeinsam mit der Hundeführerin in Neustadt (Hessen).

Der Hundelehrwart Dieter Keller vom Frankfurter Flughafenzoll kaufte die Hündin aus einer Familie heraus, die sie aus zeitlichen Gründen nicht mehr behalten konnte. Bis November 2015 absolvierte Wanja gemeinsam mit ihrem "Frauchen" eine Ausbildung zum Schutz-, Tabak- und Bargeldspürhund. Bei der Prüfung bewies sie bereits ihr Können und schloss hervorragend mit der Note "sehr gut" ab.

Aber auch in der bislang kurzen Zeit im aktiven Dienst bei der Kontrolleinheit des Hauptzollamts in Gießen bewies Wanja, dass sie eine gute Nase hat. Fast 70.000 Zigaretten und 500 Gramm Tabak spürte sie bei Kontrollen des Zolls auf den Straßen auf. Auch das Bargeldgeschäft beherrscht sie nebenbei. Insgesamt 75.970 Euro Bargeld, das Reisenden dem Zoll nicht anmelden wollte, erschnüffelte sie in Fahrzeugen und Taschen.

Neben den täglichen Einsätzen auf den mittelhessischen Straßen und Autobahnen wird die Zollhündin auch bei Wohnungsdurchsuchungen der Zollfahndung und der örtlichen Polizeien zur Unterstützung eingesetzt. Bei großen Durchsuchungsaktionen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit ist Wanja dabei, um durch illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit erworbene Gelder aufzuspüren, damit diese dann beschlagnahmt werden können. Ihr Können als Schutzhund aber musste sie bislang nur bei regelmäßigen Übungen unter Beweis stellen. Was sicher auch daran liegt, dass ein ausgebildeter Schäferhund allein schon respekteinflößend ist und es so gottlob nicht zu Einsätzen kommen muss.

Für die Ausbildung der Hunde und ihrer Hundeführer unterhält der Zoll zwei Hundeschulen. Für den nördlichen Teil Deutschlands ist die Zollhundeschule in Bleckede (Kreis Lüneburg) zuständig, den Süden deckt die Ausbildungsstätte in Neuendettelsau bei Nürnberg ab.

Insgesamt setzt die Zollverwaltung mehr als 400 Hunde ein, darunter Schutzhunde, Rauschgift-, Tabak-, Bargeld-, Sprengstoff- und auch Artenschutzspürhunde an den größeren Flughäfen. Allein am Frankfurter Flughafen gibt es 37 Zollhunde. Das ist die größte Hundestaffel in Deutschland, auch im Vergleich mit Polizei- oder Bundespolizeidienststellen. Alle Hunde haben außerhalb des Dienstes Familienanschluss bei ihren Hundeführerinnen und Hundeführern. Die Kosten für die Haltung des Hundes trägt der Dienstherr.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de