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Zoll baut Standort Rosenheim aus

2016-10-26 15:06:38

Am 21. Oktober 2016 hat der Leiter des Hauptzollamts Rosenheim, Robert Woerner, im Beisein des für die Liegenschaftssachen des Zolls in der Region zuständigen Vertreters der Generalzolldirektion am Standort Nürnberg, Anton Richter, die neue Überholungshalle des Hauptzollamts Rosenheim ihrer Bestimmung übergeben. In einem feierlichen Akt überreichte Woerner den symbolischen Schlüssel an Hans-Christoph Werner, den Leiter des Sachgebiets Kontrollen.

Wollten die Rosenheimer Zöllner in der Vergangenheit ein Fahrzeug aufgrund eines Verdachts intensiver durchsuchen und gegebenenfalls komplett entladen, so konnten sie nur auf Räumlichkeiten der Polizei zurückgreifen, sofern diese gerade frei waren. Im ungünstigsten Fall mussten sie das zu kontrollierende Fahrzeug rund 80 Kilometer zur zolleigenen Beschauhalle beim Zollamt Bad Reichenhall-Autobahn zurücklotsen. "Mit der neuen Überholungshalle in Rosenheim sind wir nun erheblich besser aufgestellt." Mit diesen Worten hob Woerner besonders die optimale Lage der Halle mit unmittelbarer Anbindung an die großen Verkehrsadern der Region, die Autobahnen 8 und 93, sowie den hohen Standard der technischen Ausstattung hervor.

Die neue Überholungshalle ist mit modernster Technik, wie einer Kofferröntgenanlage, einem Hohlraumsichtgerät und zwei Prüfgruben, ausgestattet, die die gleichzeitige Kontrolle eines Lkws und eines Pkws ermöglichen. Auf dem 2.300 Quadratmeter großen Außenareal können Sattelzüge oder Reisebusse problemlos parken und wenden. Auch der temporäre Einsatz einer der drei zolleigenen Vollmobilen Röntgenanlagen, mit denen ganze Lkws durchleuchtet werden können, ist dort problemlos möglich.

Seit Januar dieses Jahres haben die Kontrolleinheiten Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Rosenheim in München und Traunstein bereits mehr als 8.000 Fahrzeuge kontrolliert und dabei unter anderem rund 376.000 unversteuerte Zigaretten sichergestellt. Wegen des illegalen Besitzes von Waffen, Rauschgift und weiteren Vergehen mussten die Beamten in diesem Zeitraum bereits 348 Strafverfahren einleiten und 37 Personen festnehmen. Auf verschiedenen Ausstellungsmessen konnten mehr als 700 einfuhrverbotene Plagiate sichergestellt werden.

Erst am 15. Oktober 2016 versuchte ein 42-jähriger Ungar die Beamten der KEV München bei einer Kontrolle auf der Autobahn 94 zu täuschen. Der allein reisende Mann gab an, in Stuttgart als Trockenbauer arbeiten zu wollen, was das Werkzeug im Kofferraum seines Pkws zu bestätigen schien. Allerdings hatte er nicht mit dem Spürsinn der Zöllner gerechnet, die zunächst in einer Dose 100 Gramm Marihuana und dann nach und nach insgesamt 114.000 Zigaretten, die in allen denkbaren Hohlräumen des Fahrzeugs versteckt waren, entdeckten.

In Zusammenarbeit mit der Bundespolizei konnte die KEV Traunstein zur gleichen Zeit die Einfuhr von 430 eventuell artengeschützten Vögeln verhindern. Beim Transport der lebenden Tiere wurde gegen tierseuchen- und tiertransportrechtliche Vorschriften verstoßen. Einige Tiere waren bereits verstorben. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt München mit Sitz in Nürnberg übernommen.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de