DeutschEnglischFranzösisch
Jahr
Suchen: TARIC oder Warenbeschreibung

Ermittlungserfolge der Finanzkontrolle Schwarzarbeit

2016-10-24 16:58:46

Erfolgreiche Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Münster haben jetzt in gleich zehn Fällen zu Verurteilungen durch die Amtsgerichte geführt.

In allen Fällen hatten die betroffenen Personen aus dem Münsterland Sozialleistungen bezogen und gegenüber den Behörden ihre gleichzeitige Arbeitsaufnahme, zum Teil in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, verschwiegen. Somit waren sie zum jeweiligen Zeitpunkt zum Bezug derartiger Leistungen nicht berechtigt. Die Gesamthöhe der zu Unrecht gezahlten Leistungen beläuft sich dabei auf rund 12.000 Euro, die Gesamthöhe der durch die Gerichte verhängten Geldstrafen auf etwa 18.000 Euro.

In einem Fall verurteilte das Amtsgericht eine Leistungsempfängerin aus Sassenberg sogar zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten auf Bewährung. Die Frau hatte vom Jobcenter des Kreises Warendorf Leistungen in Höhe von insgesamt 4.000 Euro bezogen und dabei über Monate hinweg ihre gleichzeitige Arbeitsaufnahme verschwiegen.

In einem weiteren prägnanten Fall verurteilte das Amtsgericht Münster einen 30-jährigen Münsteraner, welcher Arbeitslosengeld II in Höhe von 750 Euro zu Unrecht bezogen hatte, zu einer Geldstrafe von 3.150 Euro. Der Beschuldigte hatte seine versicherungspflichtige Arbeitsaufnahme in der Automobilbranche nicht angezeigt. Zum Nachteil war es für den Mann, dass dieser bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten war.

Die wegen Betrugs verurteilten Personen müssen jetzt nicht nur die zu Unrecht bezogenen Leistungen zurückzahlen, sondern darüber hinaus auch für die verhängten Geldstrafen tief in die Tasche greifen.

« Vorige | Nächste »
Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de