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Zoll vernichtet 10.000 Flaschen gefährlichen Wodka

2016-10-20 14:34:37

Der Zoll hat heute bei der Firma REMONDIS Industrie-Recycling-Zentrum Bramsche 10.000 Flaschen mit rund 8.000 Litern Wodka vernichtet. Der Trinkbranntwein war aufgrund eines stark überhöhten Gehalts an Methanol nicht genussfähig und für Konsumenten hochgefährlich.

Die Vernichtung beobachtete auch der Vizepräsident der Generalzolldirektion, Hans Josef Haas: "Bei diesem Wodka ist der zulässige Gehalt an Methanol um mehr als das 300-Fache überschritten! Die gesundheitlichen Risiken für die Verbraucher wären unkalkulierbar gewesen. Zum Glück ist es uns gelungen, die Ware vom Markt zu nehmen, mögliche Gesundheitsschäden zu verhindern und die Täter zu überführen."

Sichergestellt wurde der Alkohol in einem Ermittlungsverfahren des Zollfahndungsamts München. Die Zöllner in Bayern wurden auf Unregelmäßigkeiten beim Import von Branntwein aus Italien aufmerksam. Die Spur führte die Ermittler zu einer Duisburger Firma, wo unversteuerte Spirituosen aus Italien umgeschlagen wurden. Außerdem wurde dorthin auch der sichergestellte Wodka von einer Thüringer Firma geliefert.

Der Zoll stellte durch Laboruntersuchungen fest, dass der Wodka aus vergälltem Alkohol hergestellt worden war, dem man vorher die Bitterstoffe entzogen hatte. Den so neutralisierten Alkohol streckten die Täter zudem mit Methanol und verdünnten diesen anschließend mit Wasser auf eine trinkbare Stärke. In Flaschen abgefüllt und etikettiert landete das Produkt überwiegend auf dem Schwarzmarkt in Deutschland.

Der EU-weit geltende Grenzwert von Methanol in Wodka beträgt 10 Gramm je Hektoliter reinen Alkohols. Dieser Wert steht für die Reinheit der Spirituose Wodka und stellt ein Qualitätsmerkmal dar. Die Untersuchungen des jetzt zu vernichtenden Wodkas ergaben einen Methanolgehalt von bis zu 14,6 Gramm je Liter in der trinkfertigen Mischung.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de