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Hohe Geldstrafe

2016-10-18 17:47:52

Gegen den Geschäftsführer eines im Landkreis Waldshut ansässigen Gastronomiebetriebs wurde durch das zuständige Amtsgericht in Waldshut-Tiengen wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in vier Fällen sowie des Einschleusens von Ausländern ein Strafbefehl erlassen.

Die daraus resultierende Geldstrafe beträgt 10.400 Euro. Da das Gericht die Geldstrafe überdies auf insgesamt 130 Tagessätze festgesetzt hat, gilt der Verurteilte somit auch als vorbestraft.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Singen ermittelten, hat der Geschäftsführer über mehrere Monate hinweg einen sich illegal in Deutschland aufhaltenden Ausländer beschäftigt. Dabei war dem Verurteilten bewusst, dass der Arbeitnehmer ausreisepflichtig war und ihm auch keine Verlängerung der Ausreisefrist seitens der Behörden gewährt worden ist. Dadurch, dass der Beschäftigte überdies nicht bei den zuständigen Stellen angemeldet wurde, hat der Verurteilte den Sozialversicherungsträgern über einen längeren Zeitraum hinweg Sozialabgaben vorenthalten.

Der Geschäftsführer hat nun nicht nur die Geldstrafe zu bezahlen, auch die noch ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge werden von ihm nachgefordert. Die hohe kriminelle Energie, mit der der Verurteilte vorging, hat sich auch auf die Höhe des Strafmaßes ausgewirkt.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de