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Kleinlaster zu "Doppeldecker" umgebaut

2016-10-12 11:16:59

Insgesamt 59.760 Zigaretten verschiedener Marken fanden Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Rosenheim - Standort Traunstein - in einem mit speziellen Schmuggelverstecken versehenen Kleinlaster rumänischer Herkunft.

Die Beamten hatten das Fahrzeug, das in Fahrtrichtung München unterwegs war, am 15. September 2016 bei einer Routinekontrolle auf der Autobahn 94 auf Höhe der Anschlussstelle Töging aus dem fließenden Verkehr gezogen. Bei der Befragung der Insassen nach mitgebrachten Waren, insbesondere Zigaretten, hatten alle sechs Personen angegeben, nichts dabeizuhaben.

Auch die Durchsuchung der Ladefläche förderte zunächst nur Reisegepäck zutage, das aus zöllnerischer Sicht unbedenklich war. Doch dann bemerkte einer der Zollbeamten, dass die Abdeckplane über der Ladefläche von innen betrachtet an den Seitenwänden rot, im Deckenbereich jedoch in hellstem Weiß erstrahlte.

Dieser Sache mussten die Zöllner auf den Grund gehen. Sie lotsten das Fahrzeug zwecks genauerer Untersuchung zum Amtsplatz des nahe gelegenen Zollamts Altötting (Autobahn) und wurden fündig. In den Ladeflächenaufbau waren nachträglich zwei fast tischtennisplattengroße Deckenplatten eingezogen worden. Nachdem die Zöllner die obere Platte angehoben hatten, kamen 33.960 in dem Hohlraum versteckte unversteuerte Zigaretten zum Vorschein.

Doch damit nicht genug: Unter dem Teppich vor der Rücksitzbank fanden die Beamten des Zolls ein weiteres Schmuggelversteck. Die in den Fahrzeugboden eingelassene Blechwanne war mit der ebenfalls stattlichen Zahl von 25.800 unversteuerten Zigaretten befüllt.

Bei einer erneuten Befragung der Insassen - diesmal mithilfe eines Dolmetschers - gab der Fahrer zu, alleiniger Besitzer der Zigaretten zu sein. Er wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn leiteten die Zöllner ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein.

Die rund 300 Stangen Zigaretten wurden beschlagnahmt. Sie sollen nach Abschluss des Verfahrens in der Müllverbrennung vernichtet werden. Trotzdem muss der Beschuldigte noch die dafür fällige Tabaksteuer in Höhe von 9.527 Euro zahlen. Das manipulierte Tatfahrzeug wurde sichergestellt.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de