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Testosteron aus dem Keller

2016-09-27 14:26:33

Am 22. September 2016 nahmen Ermittlerinnen und Ermittler des Zollfahndungsamts Essen in Mönchengladbach einen 35-jährigen Deutsch-Kasachen fest. Er steht im Verdacht, aus seinem illegalen Untergrundlabor heraus Dopingmittel verkauft zu haben.

Bereits seit sechs Monaten ermittelten die Essener Zollfahnder im Auftrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach gegen den 35-Jährigen, nachdem ein Hinweis eingegangen war, dass dieser sich einschlägige Labormaterialien zur Dopingherstellung aus dem europäischen Ausland beschafft hat.

Am 22. September 2016 durchsuchten die Zollfahnder die Wohnräume des Mannes und fanden zunächst 500 Ampullen verkaufsfertig gemischte Dopingmittel, unter anderem Testosteron und Trenbolon, versteckt in der Schlafcouch und in der Küchenzeile.

Im Keller allerdings fiel den Fahndern ein, mit einem teuren Sicherheitsschloss, besonders gesicherter Kellerraum ins Auge. Durch ein Guckloch konnten sie Boxen mit der Aufschrift Testosteron erkennen.

Die Kellertür wurde von einem Schlüsseldienst geöffnet. Dahinter fanden die Zollfahnder ein komplettes mobiles Labor zur Herstellung von Dopingmitteln einschließlich 11 Litern Chemikalien, 1,6 Kilogramm Wirkstoffe, 3 Tablettierungsmaschinen und weiteren 1.403 Ampullen à 10 Millilitern Anabolika. Die fertig konfektionierten Ampullen wurden unter nicht weiter bekannten (un-)hygienischen Bedingungen hergestellt.

Der Ex-Therapeut behauptete, der Keller würde von mehreren ihm unbekannten niederländischen Rockern benutzt, die eigens aus den Niederlanden anreisen würden. Er habe damit nichts zu tun. Bei der weiteren Durchsuchung wurde allerdings der Kellerschlüssel versteckt hinter seiner Garderobe gefunden.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de