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Bargeld im Karton

2016-09-14 12:17:27

Bei der Kontrolle des Wagens fanden sich in dem Reisegepäck im Kofferraum eine Plastiktüte mit Geldbündeln sowie ein zugeklebter Karton, in dem sich ebenfalls Geldbündel befanden. Der Fahrer des Wagens gab an, dass das Geld ihm gehöre. Er habe vorgehabt, in den Niederlanden ein Fahrzeug zu kaufen. Die Reisenden nebst Fahrzeug und Bargeld wurden zur Dienststelle verbracht.

Bei der Befragung der Reisenden gab der Fahrer des Wagens dann an, dass das Geld doch nicht ihm gehöre. Er sei für die Fahrt und den Transport einiger Gegenstände engagiert und bezahlt worden. Dass Bargeld im Auto sei, habe er nicht gewusst.

Sofern sich der rechtmäßige Eigentümer des Bargelds nicht meldet und dabei keinen Nachweis über die Herkunft und sein Recht an dem Bargeld erbringen kann, wird die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf selbstständiges Verfallsverfahren beim Amtsgericht Osnabrück stellen. Dann könnte das Bargeld zugunsten der Landeskasse vereinnahmt werden.

Jede Person, die mit Bargeld und dem Bargeld gleichgestellten Zahlungsmitteln im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr aus einem Mitgliedstaat der EU nach Deutschland einreist oder aus Deutschland in einen Mitgliedstaat der EU ausreist, muss diesen Betrag bei der Ein- oder Ausreise bei Kontrollen des Zolls auf Befragen mündlich anzeigen. Werden Sie von Zollbediensteten bei einer Kontrolle zur Anzeige von Bargeld und gleichgestellten Zahlungsmitteln aufgefordert, müssen Sie Art und Wert des Bargelds beziehungsweise der gleichgestellten Zahlungsmittel mündlich angeben sowie deren Herkunft, den wirtschaftlich Berechtigten und den Verwendungszweck darlegen.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de