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Teurer Einkauf

2016-09-02 18:16:37

Waren im Gesamtwert von mehr als 210.000 Euro hatte ein chinesischer Reisender am letzten Augusttag nach seinem Einkauf in der Schweiz bei der Einreise nach Deutschland in Weil am Rhein nicht angemeldet und hat nun neben den Einfuhrabgaben in Höhe von rund 43.000 Euro vermutlich den gleichen Betrag als Strafe wegen Steuerhinterziehung zu bezahlen.

Eine Zollstreife des Sachgebiets Kontrollen des Hauptzollamts Lörrach hatte das Mietauto, mit dem der Mann in Begleitung auf der Autobahn 5 fuhr, in Höhe Efringen-Kirchen kontrolliert. Auf die Frage der Zöllner nach dem Reiseweg und mitgebrachten Waren gab der Mann an, gerade aus der Schweiz zu kommen und dort Uhren und einige Bekleidungsstücke gekauft zu haben. Er sei nun mit seinen Mitfahrern auf dem Weg nach Frankfurt am Main, von wo die Gruppe in der kommenden Woche wieder den Flieger nach Hause nehmen wolle.

Die Kontrollbeamten stellten anschließend nur neun eingekaufte Artikel fest, jedes allerdings von beträchtlichem Wert. Das günstigste Kleidungsstück, ein T-Shirt, hatte umgerechnet 250 Euro gekostet. Dieses sowie zwei Paar Schuhe im Gesamtwert von 5.700 Euro, zwei Taschen und ein Rucksack für insgesamt 32.000 Euro, ein Gürtel für 1.900 Euro und zwei Armbanduhren zum Preis von rund 167.000 und 11.000 Euro hätten aber beim Zollamt an der Grenze zollrechtlich angemeldet werden und zumindest bis zur Wiederausreise aus dem Bundesgebiet und der Europäischen Union unter zollamtlicher Überwachung bleiben müssen. Hierzu wäre ein bestimmtes Abfertigungsverfahren anzuwenden und eine Sicherheit in Höhe der auf den Waren lastenden Einfuhrabgaben zu hinterlegen gewesen.

So aber mussten die Beamten ein Steuerstrafverfahren gegen den Mann eröffnen und die fälligen Einfuhrabgaben erheben. Rund 43.000 Euro wurden errechnet. Dazu wurde für die zu erwartende Geldstrafe eine Sicherheit in gleicher Höhe festgesetzt. Eine so hohe Summe konnte der Mann aus dem Stehgreif weder bar noch bargeldlos bezahlen. Die Ware wurde deshalb bis zur Bezahlung von den Zöllnern sichergestellt.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de