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20 Jahre Containerprüfanlage

2016-08-30 18:15:49

Eine der modernsten Containerröntgenanlagen der Welt steht direkt unter der Köhlbrandbrücke im Herzen des Hamburger Hafens. Seit nunmehr 20 Jahren werden Container aus aller Herren Länder durch die Röntgenanlage geleitet, um den Inhalt der sogenannten "Büchsen" zu überprüfen. Der Zoll verfügt damit über ein bedeutendes Hilfsmittel bei der Schmuggelbekämpfung und der Warenabfertigung und kann auf herausragende Sicherstellungen zurückblicken.

Baubeginn auf der 3.000 Quadratmeter großen Gebäudefläche, bestehend aus dem Durchleuchtungstunnel, einem Personal- und Bediengebäude sowie einer Packhalle, war im April 1994. Bereits im Sommer 1996 lief der Probebetrieb an, bis es dann am 30. August 1996 den offiziellen Startschuss gab.

Die Containerprüfanlage war seinerzeit die erste Zweistrahl-Durchleuchtungsanlage (Seitenansicht und Draufsicht) der Welt. "Es dauerte nicht lange bis zum ersten großen Rauschgiftfund. Schon zwei Monate später wurden 68 Kilogramm Kokain in zwei Oldtimern aus Südamerika gefunden", so Udo Storch, Pressesprecher des Hauptzollamts Hamburg-Hafen.

2009 erhielt die Anlage eine Modernisierung, sodass die Durchleuchtungsbilder noch klarer und selbst die kleinsten Details in den stahlummantelten Containern lokalisiert und erkannt werden können.

Das Inspektionssystem ist 58 Meter lang und 25 Meter breit. Es können Fahrzeuge bis zu 19 Meter Länge, 2,60 Meter Breite und 4,30 Meter Höhe durchleuchtet werden. Zudem ermöglichen Adaptersysteme auch eine Durchleuchtung von Kleinbussen und Personenkraftwagen.

Das Herz der Anlage besteht aus zwei Linearbeschleunigern. In ihnen werden durch eine hochfrequente Verstärkereinheit Elektronen auf eine Energie von neun Megaelektronenvolt beschleunigt. Diese hohe Energie wird benötigt, um Container mit den Röntgenstrahlen vollständig zu durchdringen.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de