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Kokain in einem ICE

2016-08-16 16:17:00

Zollbeamte des Hauptzollamts Kiel haben am 13. August 2016 im ICE auf der Fahrt von Hamburg nach Kopenhagen bei Personenkontrollen 200 Gramm Kokain beschlagnahmt.

In Höhe Neustadt kontrollierten die Beamten unter anderem einen männlichen 36-jährigen Reisenden. Die Befragung ergab, dass er über Nacht in Hamburg war und zuvor aus Kopenhagen kam. Reisegepäck führe er nicht bei sich, sagte er auf Befragen. Lediglich einen Laptop habe er dabei, um sich Filme anzusehen.

In der Gepäckablage befanden sich drei Gepäckstücke, wobei zwei davon einem weiteren Reisenden zugeordnet werden konnten. Für das dritte Gepäckstück fand sich in dem gesamten Großraumabteil kein Besitzer. Der 36-Jährige verneinte wiederholt, der Besitzer des überzähligen Gepäcks, eines Rucksacks, zu sein. Warum, stellte sich bei der anschließenden Kontrolle heraus: In dem Rucksack lag ein Plastikbeutel, eingewickelt in ein T-Shirt. Darin befanden sich vier hühnereigroße Behältnisse, die, wie sich später herausstellte, mit Kokain gefüllt waren.

Im Laufe weiterer Befragungen gab der Reisende nun den Besitz des Rucksacks zu. In Oldenburg war für ihn die Reise vorzeitig beendet. Beim Verlassen des Zuges sagte der aufmerksame Schaffner, dass er den Reisenden beim Einsteigen in Hamburg mit dem Rucksack gesehen hätte. Der Mann hatte den Schaffner nach einem reservierten Sitzplatz gefragt. Er sollte die Drogen nach Kopenhagen bringen. Er selber sei kein Drogenkonsument. Entsprechende Tests verliefen negativ.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck hat das Amtsgericht Lübeck Haftbefehl gegen den Beschuldigten erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de