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Fell über die Ohren gezogen

2016-08-12 14:15:21

Der Saarbrücker Zoll beschlagnahmte Anfang August 2016 einen Mantel und einen Teppich aus Schneeleopardenfell. Die Waren wurden per Post aus Osteuropa an eine 28-jährige Frau im Regionalverband Saarbrücken gesendet. Diese Erbstücke brachten allerdings nicht nur Freude mit sich.

Der Schneeleopard ist vom Aussterben bedroht. Deshalb ist er im Washingtoner Artenschutzübereinkommen als geschützte Tierart gelistet. Teil dieses Schutzes ist, dass die Tiere und deren Felle nicht frei gehandelt werden dürfen. Bei der Einfuhr in die Europäische Union ist deshalb unter anderem eine Einfuhrgenehmigung des Bundesamts für Naturschutz notwendig. Diese konnte die Paketempfängerin allerdings nicht vorlegen.

Der Mantel und der Teppich wurden beschlagnahmt. Gegen die 28-Jährige wurde ein Strafverfahren wegen Verdachts eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz eingeleitet. Die weitere Sachbearbeitung übernahm das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main - Dienstsitz Kaiserslautern.

Der Artenschutz ist auf den bestmöglichen Schutz der Tier- und Pflanzenwelt ausgerichtet. Deshalb wird nicht zwischen "aktuellen Verstößen" und "Altlasten" unterschieden. Auch wenn - wie in diesem Fall - die Schneeleopardenfelle schon älter und bereits benutzt waren, werden die Tiere und die Erzeugnisse daraus aus dem Verkehr gezogen, wenn die vorgeschriebenen Formalitäten, wie die Vorlage einer Einfuhrgenehmigung, nicht vorliegen.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de