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Bußgeldbescheid über 200.000 Euro

2016-07-08 13:15:41

Die Strafsachen- und Bußgeldstelle des Hauptzollamts Münster hat gegen einen mittelständischen metallverarbeitenden Betrieb aus dem Kreis Borken einen Bußgeldbescheid über 200.000 Euro erlassen.

Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Münster hatten zuvor ergeben, dass der münsterländische Betrieb in den Jahren 2008 bis 2012 eine Vielzahl von Leiharbeitnehmern eines rumänischen Unternehmens ohne die nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz erforderliche Erlaubnis entliehen und in seiner Produktion eingesetzt hatte. Der gesetzeswidrige Entleih der Arbeitnehmer erfolgte im Rahmen eines vermeintlichen Werkvertrags.

Tatsächlich handelte es sich bei dem zwischen dem münsterländischen und dem rumänischen Unternehmen geschlossenen Vertrag jedoch um illegale Arbeitnehmerüberlassung. Dies konnten die Zöllner anhand von Geschäftsunterlagen, die im Rahmen von umfangreichen Durchsuchungsmaßnahmen beschlagnahmt und dann ausgewertet wurden, sowie diversen Zeugenvernehmungen belegen.

Der aus dem illegalen Entleih der Arbeitnehmer resultierende wirtschaftliche Vorteil wurde über den Bußgeldbescheid in Höhe von 200.000 Euro abgeschöpft.

Das Unternehmen hat die fällige Summe zuzüglich Gebühren und Auslagen des Ermittlungsverfahrens zwischenzeitlich in einer Summe entrichtet. Die Geschäftsbeziehungen zu dem rumänischen Unternehmen wurden nach Bekanntwerden der Verstöße beendet.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de