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Kofferweise Khat

2016-05-23 22:16:53

Der Flug EY023 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten am Wochenende, 21./22. Mai 2016, hatte es in sich. Zehn Reisekoffer mit jeweils rund 23 Kilogramm der Kaudroge Khat wurden durch Beamte des Hauptzollamts Düsseldorf im Reiseverkehr sichergestellt.

Besitz und Handel von Khat sind in Deutschland verboten. Da die Blätter relativ schnell verderben und ihre euphorisierende Wirkung schnell verlieren, ist der bevorzugte Weg aus den Anbaugebieten im arabischen Raum sowie aus Afrika per Flugzeug.

"Die in Khat enthaltenen Wirkstoffe Cathinon und Cathin unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz. Ferner birgt der Konsum von Khat, neben der strafrechtlichen Verfolgung, erhebliche gesundheitlichen Risiken", so die Sprecherin des Zollfahndungsamts Essen, Ruth Haliti.

Die Hauptwirkstoffe von Khat sind Cathinon und Cathin. Beim Kauen von Khat werden diese Stoffe mit dem Speichel freigesetzt. Die Substanzen sind eng mit Amphetamin verwandt. Konsumiert wird Khat, indem 100 bis 200 Gramm junge Blätter über drei bis vier Stunden gekaut werden, wobei immer wieder neue Blätter hinzugefügt werden. Der Saft wird geschluckt, die Rückstände ausgespuckt. Es werden nur die frischen Blätter konsumiert, weil Cathinon in alten oder trockenen Pflanzenteilen rasch zerfällt. Ein "Portionsbündel" Khat wird für rund fünf bis zehn Euro auf dem EU-Schwarzmarkt angeboten.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de