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Drogenkrimi im Münsterland

2016-04-28 14:16:30

Am 27. April 2016 wurden vom Landgericht Münster vier Deutsche aus dem Münsterland wegen Handels mit mindestens 23 Kilogramm Amphetamin und vier Kilogramm Marihuana zu insgesamt neun Jahren Haft und zwei mal zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Seit März 2014 führte das Zollfahndungsamt Essen nach einem Hinweis im Auftrag der Staatsanwaltschaft Münster Ermittlungen gegen eine deutsche Tätergruppe im Münsterland. Die Gruppierung verkaufte diverse Betäubungsmittel im Kilobereich an Abnehmer hauptsächlich im Münsterland (Westfalen).

Bezogen hatte der 49-Jährige aus Lüdinghausen die Drogen von mindestens zwei Lieferanten. Das gehandelte Amphetamin bezog er in mehreren Fällen von einem 47-jährigen Mitglied der Rockergruppe "Bandidos", das in Selm ein Drogenlabor betrieben haben soll und sich in einem ebenfalls beim Landgericht Münster verhandelten Verfahren vor Gericht verantworten muss.

Einer seiner Abnehmer, ein 38-jähriger Drogenhändler aus Ennigerloh, steht mit dem Kopf der Gruppe vor Gericht. Der 38-Jährige hatte im zweistelligen Kilogrammbereich Amphetamin von dem Lüdinghausener abgenommen und an seine zahlreichen Abnehmer, insbesondere im Kreis Warendorf, weiterverkauft. Er erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe und die Auflage einer Drogentherapie.

Auch ein 37-jähriger Sendenhorster, der als Kurierfahrer und Abnehmer in die Drogengeschäfte involviert war, sitzt mit auf der Anklagebank. Er wurde zu zwei Jahren auf Bewährung und Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 4.000 Euro an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei verurteilt.

Bereits im Dezember 2015 wurde ein weiterer Mann aus Ennigerloh (50) als Kokainlieferant der Gruppe vom Landgericht Münster wegen Einfuhrschmuggels in 38 Fällen von Kokain und Amphetamin aus den Niederlanden zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de