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Zoll und Friseurhandwerk bekämpfen Schwarzarbeit

2016-04-19 14:15:46

Mit einem neuen Bündnis gehen Zoll, Verband und Gewerkschaft gemeinsam gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung im Friseurhandwerk vor. Das haben das Bundesministerium der Finanzen, der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) vereinbart. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Dr. Michael Meister, hat am 15. April 2016 in Berlin gemeinsam mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern eine Bündniserklärung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung unterzeichnet. Ähnliche Bündnisse gibt es bereits mit acht weiteren Branchen.

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung schaden im Friseurhandwerk ehrlichen Betrieben und den Steuer- und Sozialkassen. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und ver.di machen mit der Vereinbarung deutlich, dass sie dies in ihrer Branche nicht akzeptieren.

Dazu erklärt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Dr. Michael Meister: "Wir dürfen den Missbrauch unserer Solidargemeinschaft nicht hinnehmen. Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung schaden jedem Bürger ganz konkret. Denn alle, die sich auf dem Arbeitsmarkt nicht an Recht und Gesetz halten, sind mitverantwortlich für die Höhe der Steuer- und Abgabenlast, die der ehrliche Steuerzahler zu schultern hat. Ich bin überzeugt: Mit dem Bündnis werden wir auch in dieser Branche Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung noch entschiedener bekämpfen!"

Die drei Bündnispartner werden bei der Aufklärung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Öffentlichkeit über die schädlichen Folgen von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung eng zusammenarbeiten. Der Informationsfluss zwischen Zoll und den Bündnispartnern wird sowohl auf Bundes- als auch auf regionaler Ebene intensiviert, um die Kontrollen des Zolls in der Branche zu unterstützen. Ziel, neben der Prävention entsprechender Verstöße, ist auch die weitere Sensibilisierung zur Einhaltung der Vorschriften zum Mindestlohn.

Das Bündnis mit dem Friseurhandwerk ist ein zusätzlicher Baustein des Bundesministeriums der Finanzen bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Ähnliche Vereinbarungen bestehen bereits mit der Bauwirtschaft, dem Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe, der Fleischwirtschaft, dem Gebäudereinigungsgewerbe, dem Maler- und Lackiererhandwerk, der Branche Textilreinigung und Textilservice, Elektrohandwerk und dem Gerüstbauerhandwerk. Die Bündnisse zeigen den breiten gesellschaftlichen Konsens in Deutschland zu diesem Thema.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de