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Jahresergebnisse 2015 des Hauptzollamts Frankfurt am Main

2016-04-13 14:15:36

Durch die Erhebung von nationalen Verbrauchsteuern, Einfuhrumsatzsteuer, Zöllen und sonstigen Abgaben nahm das Hauptzollamt Frankfurt am Main im vergangenen Jahr rund 4,95 Milliarden Euro ein. Darunter waren zum Beispiel rund 3,86 Milliarden Euro Einfuhrumsatzsteuer, 214 Millionen Euro Zoll, 74 Millionen Euro Biersteuer, 404 Millionen Euro Stromsteuer, 59 Millionen Euro Energiesteuer und 255 Millionen Euro Luftverkehrsteuer.

Im vergangenen Jahr wurden rund 2.578 Personen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz im Bezirk des Hauptzollamts überprüft sowie 330 umfangreiche Prüfungen von Geschäftsunterlagen vorgenommen. Es wurden 917 Strafverfahren und 222 Bußgeldverfahren eingeleitet. Durch bußgeld- und strafrechtliche Ermittlungen konnten Schäden im Umfang von mehr als 26,5 Millionen Euro aufgedeckt werden. Einen besonderen Erfolg erzielte die Besondere Aufbauorganisation (BAO) Cumulus.

Das Hauptzollamt Frankfurt am Main stellte bei 1.658 Aufgriffen am Flughafen rund 8.336 Kilogramm Rauschgift sicher. Im Einzelnen waren dies folgende Mengen (gerundet in Kilogramm): Kokain 144, Heroin 33, Amphetamin 4, Haschisch 12, Marihuana 51, Opium 0,3, Khat 7.786, sonstige Rauschgifte (zum Beispiel Mescalin, LSD, Kokablätter, Canabissamen, Matetee) 283, betäubungsmittelhaltige Tabletten (zum Beispiel Diazepam) 22.

Im Jahr 2015 wurden beim Hauptzollamt Frankfurt am Main 6.584 Grenzbeschlagnahmeverfahren durchgeführt. Dabei handelte es sich unter anderem um Bekleidung, Taschen, Sonnenbrillen, Uhren und Arzneimittel. Unter den 261.541 beschlagnahmten Waren befanden sich 154.498 gefälschte Tabletten, meistens Potenzmittel. Der verhinderte wirtschaftliche Schaden belief sich dabei auf rund zehn Millionen Euro. Herkunftsländer der Plagiate waren insbesondere China, Hongkong und Osteuropa.

Beim Hauptzollamt Frankfurt am Main kam es zu 403 Sicherstellungen nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen. 19.756 Einzelexemplare waren davon betroffen. Darunter befanden sich 4.627 lebende Tiere und 3.744 lebende Pflanzen. Beschlagnahmt wurden auch 12.436 Erzeugnisse aus geschützten Arten.

Beim Hauptzollamt Frankfurt am Main wurden 9.801 Sendungen wegen eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz sichergestellt, darunter waren 987.353 Tabletten und Ampullen. Überwiegend waren es Dopingmittel, Antibiotika sowie Schmerz- und Potenzmittel. Meistens handelte es sich bei den Potenzmitteln um Fälschungen von Viagra und Cialis mit den Wirkstoffen Sildenafil beziehungsweise Tadalafil, die in China, Thailand, Türkei und Indien illegal, ohne jegliche Sicherheitsstandards produziert wurden. Die Dopingpräparate stammten überwiegend aus Osteuropa.

Auch andere Warengruppen können Risiken bergen, wenn sie nicht auf ihre Ungefährlichkeit hin geprüft sind. So kam es zum Schutz der Verbraucher bei 3.865 Aufgriffen zur Sicherstellung von 310.598 Waren. Diese hatten ihren Ursprung meistens in China und Taiwan. Bei der durch den Zoll angeregten Prüfung durch die jeweils zuständigen Überwachungsbehörden wurden sie als gefährliche Erzeugnisse eingestuft und so dem Wirtschaftskreislauf entzogen.

Beim Hauptzollamt Frankfurt am Main kam es in 100 Fällen zur Sicherstellung von 790.533 einzelnen Waffen, Zubehör und Munition. Im Einzelnen waren darunter 923 erlaubnispflichtige Schusswaffen und wesentliche Teile, 211 verbotene Waffen und 789.399 Stück Munition. Dabei handelte es sich meistens um gewerbliche Durchfuhrsendungen ohne begleitende waffenrechtliche Genehmigungen. Darüber hinaus wurden verbotene Waffen aus dem Verkehr gezogen, zum Beispiel Schlagringe, Wurfsterne, Springmesser und Elektroimpulsgeräte. Meistens wurden diese von Privatpersonen über Internetanbieter bestellt. Auch drei Aufgriffe nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz wurden verzeichnet: Unter den 1.114 einzelnen Gegenständen befanden sich neben einem Triebwerk für Kampfflugzeuge und einem Granatgewehr auch Sturmgewehre und Munition.

Der Frankfurter Flughafen ist ein Arbeitsplatz mit besonderem Flair. Das Hauptzollamt Frankfurt am Main ist zertifizierter Arbeitgeber nach dem Audit "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" und bietet Ausbildungsplätze an.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de