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Bilanz des Hauptzollamts Saarbrücken

2016-04-13 14:16:27

Zoll online - Pressemitteilungen - Bilanz des Hauptzollamts Saarbrücken für das Jahr 2015

Die 440 Beschäftigten des Hauptzollamts Saarbrücken nehmen Zoll, Verbrauch- und Verkehrsteuern sowie die Einfuhrumsatzsteuer ein, bekämpfen Schwarzarbeit und gehen gegen Schmuggel vor - zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie der Wirtschaft.

"Ich bin sehr stolz auf meine Kolleginnen und Kollegen, die auch im Jahr 2015 mit Ihrem Engagement und Ihrem Einsatz die guten Resultate des Hauptzollamts Saarbrücken ermöglicht haben", fasste Hans Barth, Leiter des Hauptzollamts Saarbrücken, die Jahresbilanz zusammen. "Die erfreulichen Ergebnisse bestätigen, dass wir effektiv für die Sicherheit von Staat und Bürgern eintreten."

Das Hauptzollamt Saarbrücken ist für das Saarland und das südliche Rheinland-Pfalz zuständig. Damit umfasst der Zuständigkeitsbereich 13 Landkreise sowie 6 kreisfreie Städte und somit mehr als 7.500 Quadratkilometer. In der Fläche ist der Zoll an den Standorten Germersheim, Homburg, Landau, Pirmasens, Kaiserslautern, Saarbrücken, Saarlouis und Speyer präsent.

Das Hauptzollamt Saarbrücken hat im vergangenen Jahr mehr als 1,1 Milliarden Euro aus Steuern und Zöllen eingenommen. Mit fast 480 Millionen Euro entfällt der größte Anteil der vom Hauptzollamt Saarbrücken erhobenen Steuern auf die Einfuhrumsatzsteuer, gefolgt von den Verbrauchsteuern in Höhe von fast 312 Millionen Euro. Die erhobene Kfz-Steuer belief sich 2015 auf 237 Millionen Euro.

Die Zollverwaltung insgesamt hat im vergangenen Jahr fast 133 Milliarden Euro für den deutschen Staat eingenommen. Das entspricht etwa der Hälfte der Steuereinnahmen des Bundes. Damit hat der Zoll einen maßgeblichen Beitrag an der finanziellen Leistungsfähigkeit des Staates geleistet und ermöglicht wichtige Zukunftsinvestitionen in Bildung, Familie, Forschung und Infrastruktur.

Mehr als 110 Kolleginnen und Kollegen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit gehen im Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamts Saarbrücken erfolgreich gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vor. Schwarzarbeit ist eine Form der Wirtschaftskriminalität, vernichtet Arbeitsplätze und schädigt durch die Nichtzahlung von Sozialabgaben und Steuern die Allgemeinheit.

Im Blickpunkt des Zolls stehen seit rund 1,5 Jahren die besonders schädlichen Formen der kriminell organisierten Schwarzarbeit: Menschen, deren Arbeitskraft ausgebeutet und deren Hilflosigkeit bewusst ausgenutzt wird. Um die Drahtzieher und Hintermänner dingfest zu machen, sind oft langwierige Ermittlungen notwendig, zu denen die Auswertung der Geschäftsunterlagen, die Vernehmung von Beschuldigten und Zeugen sowie die Absprache mit Zusammenarbeitsbehörden wie der Rentenversicherung, den Krankenkassen und der Steuerfahndung gehören. Diese risikoorientierten Ermittlungen ermöglichen einen zielgerichteten Ressourceneinsatz und dadurch auch nachhaltigere Schwarzarbeitsbekämpfung.

Mit der Einführung des flächendeckenden Mindestlohns zum 1. Januar 2015 wurde das Aufgabenfeld der Finanzkontrolle Schwarzarbeit außerdem erweitert. Zunächst bedurfte die Auslegung des Mindestlohngesetzes intensiver Aufklärungsarbeit bei den Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sodass die Finanzkontrolle Schwarzarbeit nach dem Motto "Aufklärung geht vor Ahndung" handelte. Die Hauptaufgabe für die kommenden Monate wird sein, die bereits gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen und auszubauen.

Das Hauptzollamt Saarbrücken steht den Bürgerinnen und Bürgern auch an den Standorten seiner sieben Zollämter als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung: Flughafen Saarbrücken, Germersheim, Homburg, Pirmasens, Kaiserslautern, Saarbrücken, Saarlouis. Die Zollverwaltung bietet damit auch für Fragen der Kfz-Steuer Ratsuchenden ortsnahe Kontaktstellen an. Eine effiziente Zollabfertigung ist für den reibungslosen Ablauf der internationalen Handelsgeschäfte von entscheidender Bedeutung. Deshalb verstehen sich die Kolleginnen und Kollegen der Zollämter als "Partner der Wirtschaft" und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Gleichzeitig gilt es jedoch, Produkte, die die deutsche Wirtschaft beziehungsweise die Verbraucher gefährden als auch aus Gründen des Arten- und Umweltschutzes verboten sind, aus dem Verkehr zu ziehen.

Neben den Steuereinnahmen sorgt der Zoll durch einen effektiven Prüfungsdienst auch für Steuer- und Abgabengerechtigkeit. Der Zoll überprüft mittels gezielter Prüfungs- und Überwachungsmaßnahmen die Unternehmen. Er stellt damit sicher, dass die Zoll- und Verbrauchsteuervorschriften eingehalten und hierzu die Waren ordnungsgemäß kaufmännisch erfasst worden sind.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de