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Hauptzollamt Krefeld - Zahlen, Daten, Fakten für 2015

2016-04-12 22:16:33

Sehr zufrieden mit den guten Ergebnissen für das abgelaufene Jahr zeigt sich der Leiter des Hauptzollamts Krefeld, Jörg Danschewitz-Ludwig, nach den nunmehr vorliegenden Zahlen für das Jahr 2015. Neben der klassischen Aufgabe, der Erhebung von Steuern und Zöllen, galten die Bereiche Bekämpfung der Schwarzarbeit und Mindestlohnkontrollen sowie die Maßnahmen der Kontrolleinheit Verkehrswege zur Bekämpfung von Drogenschmuggel und Steuerhinterziehung als Aufgabenschwerpunkte im letzten Jahr.

Das Hauptzollamt Krefeld hat im Jahr 2015 rund 1,54 Milliarden Euro (2014: 1,28) für die Kassen des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union eingenommen. Die Haupteinnahmequelle waren dabei die Verbrauchsteuern. Darunter machte die Stromsteuer mit rund 293,3 Millionen Euro (2014: 287,2) den größten Anteil aus. Die Energiesteuer schlug mit 151,2 Millionen Euro (2014: 173,4) zu Buche. Die Einnahmen aus der Branntweinsteuer betrugen 85,3 Millionen Euro (2014: 81,1).

Seit 2015 erhebt der Zoll die Kraftfahrzeugsteuer. Im Bezirk des Hauptzollamts Krefeld sind rund 848.000 Fahrzeuge gemeldet. Die Steuereinnahmen daraus betrugen etwa 127,9 Millionen Euro.

An Einfuhrumsatzsteuer wurden 758 Millionen Euro (2014: 635,2) erhoben. Die erhobenen Zölle, die an die Europäische Union abgeführt werden, betrugen im abgelaufenen Jahr 104,8 Millionen Euro (2014: 89,4). Die den Ländern zustehende Biersteuer brachte dem Land Nordrhein-Westfalen rund 3,7 Millionen Euro (2014: 3,8) ein.

Im Jahr 2015 fand bundesweit eine grundlegende organisatorische Neuaufstellung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) statt. Im Fokus der Aufgabenwahrnehmung stehen nunmehr die Bekämpfung organisierter Kriminalität und die risikoorientierte Auswahl bei Prüfungen, verbunden mit der Ahndung entsprechender Verstöße. Die Prüfungen der Mindestlohnpflichten erfordern dabei einen hohen zeitlichen Aufwand. Je umfangreicher sich einzelne Prüfungen gestalten, desto weniger Prüfungen können in Summe durchgeführt werden. Insgesamt wird mit der Konzentration auf risikoorientierte Kontrollen ein verstärkt qualitativer Ansatz bei den Prüfungen verfolgt. Daher sind die Arbeitsergebnisse nicht mehr mit denen der Vorjahre vergleichbar.

Die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüften insgesamt rund 4.800 Personen an ihren Arbeitsstellen. Daneben wurden Prüfungen bei mehr als 730 Arbeitgebern durchgeführt. Als Ergebnis der Kontrollen leitete die FKS rund 3.100 Ermittlungsverfahren gegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein. Die ermittelte Summe an hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben belief sich auf mehr als 5,6 Millionen Euro.

Die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Krefeld hat ihren Sitz in Nettetal-Kaldenkirchen. Sie führt die zollamtliche Überwachung des Warenverkehrs durch, die nach dem Wegfall der Kontrollen an den Binnengrenzen weiterhin vorgeschrieben ist. Schwerpunkte der Überwachungs- und Kontrolltätigkeit sind die Bekämpfung von Drogenschmuggel und Steuerhinterziehung.

Im Jahr 2015 stellte diese Kontrolleinheit mehr als 40,5 Kilogramm Rauschgift im Straßenverkaufswert von mehr als 300.000 Euro und rund 55.700 unversteuerte Zigaretten sicher. Die Zöllner aus Kaldenkirchen zogen dabei rund 25 Kilogramm der Kaudroge Khat, 13 Kilogramm Marihuana und 2,1 Kilogramm Kokain aus dem Verkehr. Es kam zu 11 Festnahmen wegen Drogendelikten.

Voraussetzung für eine Ausbildung beim Zoll ist mindestens der Realschulabschluss für die zweijährige Ausbildung im mittleren Zolldienst. Fachhochschulreife oder das Abitur werden für das dreijährige Studium beim Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung in Münster für den gehobenen Zolldienst benötigt.

Weitere Informationen zur Ausbildung beim Zoll finden Sie in der Rubrik "Beruf und Karriere". Beruf und Karriere

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de