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Jahresbilanz 2015 des Hauptzollamts Nürnberg

2016-04-12 14:16:24

Das Hauptzollamt Nürnberg mit seinen 550 Zöllnerinnen und Zöllnern nahm im Jahr 2015 über 2,1 Milliarden Euro ein. Dies ist eine leichte Steigerung zum Vorjahr. Zu den einnahmestärksten Abgabearten gehörten erneut die Einfuhrumsatzsteuer mit 1,44 Milliarden Euro und die Verbrauchsteuern mit gut 280 Millionen Euro.

"Der Zoll ist eine moderne Wirtschaftsverwaltung und nimmt Jahr für Jahr rund die Hälfte der dem Bund zufließenden Einnahmen ein. Somit leistet auch das Hauptzollamt Nürnberg mit seinen Steuereinnahmen einen wichtigen Beitrag, damit der Staat handlungs- und leistungsfähig bleibt", sagt Martina Stumpf, Pressesprecherin des Hauptzollamts Nürnberg. "Die Effizienz der Zollabfertigung wiederum ist ein bedeutender Standortvorteil für die deutsche Wirtschaft."

Zur Unterstützung bei den für die Allgemeinheit und die Wirtschaft wichtigen Aufgaben sucht die Zollverwaltung auch heuer wieder engagierte Nachwuchskräfte für die Laufbahnen im mittleren und gehobenen Zolldienst. Bei erfolgreicher Bewerbung kann ab dem 1. August 2017 eine zweijährige Ausbildung beziehungsweise ein dreijähriges duales Studium begonnen werden.

Die Bediensteten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit haben 2015 knapp 7.000 Personen befragt und über 1.100 Prüfungen bei Arbeitgebern durchgeführt. Vom Nagelstudio bis zur Imbissbude, Spielhallen oder Messebau - in allen Branchen mussten Arbeitnehmer über ihre Beschäftigungsverhältnisse Auskunft geben. Daneben fanden bundesweite Schwerpunktprüfungen im Bau-, Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im Bereich Spedition, Transport und Taxiunternehmen statt.

Auch 2015 gingen zur Schwarzarbeit wieder über 4.000 Hinweise aus der Bevölkerung und von anderen Behörden ein. Dies zeigt, wie stark auch in der Öffentlichkeit Schwarzarbeit als illegal und unsozial wahrgenommen wird, und dass den Bürgerinnen und Bürgern bewusst ist, dass der Zoll mit seinem Einsatz die gerechte und korrekte Abführung der Sozialversicherungsbeiträge sichert und für fairen Wettbewerb sorgt.

Die Bediensteten der Kontrolleinheit Verkehrswege Nürnberg haben 2015 knapp 7.000 Personen und 5.000 Beförderungsmittel überprüft. Örtliche Kontrollschwerpunkte - auch nachts und am Wochenende - der 15 Zöllnerinnen und Zöllner sind die Bundesautobahnen 3, 6 und 9 als wichtige internationale Verkehrsverbindungen. Darüber hinaus finden unter anderem regelmäßig Kontrollen des internationalen Bahn- und Busverkehrs statt. Dabei konnten unter anderem weit über 300.000 geschmuggelte Zigaretten sowie verschiedenste Drogen und Waffen aus dem Verkehr gezogen werden. Von zehn Kilogramm Silberschmuck im Kleintransporter über Messer und Ikonen bis zu verbotenen Feuerwerkskörpern reicht die Liste der vereitelten Schmuggelversuche.

Im gesamten Bezirk des Hauptzollamts Nürnberg konnten - insbesondere im Postverkehr - gefälschte Markenartikel im Wert von knapp 300.000 Euro sichergestellt werden. Bekleidung und Accessoires waren erneut die häufigsten Fälle. Die Bandbreite im technischen Bereich reichte von Speicherkarten über Software bis zu Tablets und Kopfhörern. Aber auch Feuerzeugteile, Motorradverkleidungen und sogar Lockenwickler waren vor den Fälschern nicht sicher. Allein über eine Tonne gefälschte Kugellager beschlagnahmte der Zoll Ende 2015 am Nürnberger Flughafen.

300 artengeschützte Exemplare konnten im Fracht- und Postverkehr sowie aus Koffern und Taschen von Reisenden beschlagnahmt werden. Darunter befanden sich diverse Korallen, aber auch Pfauenfedern, Minikakteen und ein Gepardenfell. "Artenschutz ist Umweltschutz, der alle angeht", so Martina Stumpf, "und der deutsche Zoll leistet auch hier einen wichtigen Beitrag für die Allgemeinheit."

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de