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Gewerbesteuerveranlagung 2011: Gemeinden in den neuen Bundesländern profitieren von Umverteilung

2016-04-07 09:15:22

Pressemitteilung Nr. 124 vom 07.04.2016: Gewerbesteuerveranlagung 2011: Gemeinden in den neuen Bundesländern profitieren von Umverteilung

WIESBADEN - Durch die Umverteilung der Gewerbesteuermessbeträge (Zerlegungsanteile) vom Sitz der Geschäftsleitung zur Betriebsstätte profitierten 2011 vor allem die Gemeinden in den neuen Bundesländern. Sie konnten nach der Gewerbesteuerveranlagung 2011 netto mehr an Gewerbesteuermessbeträgen und Zerlegungsanteilen gutschreiben als zunächst von ihrer Finanzverwaltung festgesetzt worden waren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gewannen durch Zugänge aus den alten Bundesländern am stärksten die Gemeinden in Sachsen (  91 Millionen Euro), gefolgt von Berlin (  63 Millionen) und Sachsen-Anhalt (  58 Millionen). 

Die Gewerbesteuer ist eine der wichtigsten originären Einnahmequellen der Gemeinden. Der Gewerbesteuermessbetrag ergibt sich nach Anwendung eines festgelegten Anteils (seit 2008: in der Regel 3,5 %) auf den ermittelten Gewerbeertrag. Die Höhe des Steuermessbetrages wird gewöhnlich durch das für die Geschäftsleitung zuständige Betriebsfinanzamt festgestellt. Unterhält ein Betrieb Betriebsstätten in mehreren Gemeinden, wird der Steuermessbetrag auf diese aufgeteilt (Zerlegungsanteile). Im Anschluss daran wird die Gewerbesteuer von den Gemeinden festgesetzt, in denen das Unternehmen eine Betriebsstätte unterhält. Dazu werden die jeweiligen Steuermessbeträge (Zerlegungsanteile) mit dem von der jeweiligen Gemeinde festgesetzten Gewerbesteuerhebesatz multipliziert. Das Gewerbesteueraufkommen belief sich im Jahr 2011 auf 40,5 Milliarden Euro vor Abzug der Gewerbesteuerumlage.

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Kategorie: Statistisches Bundesamt Aktuell
Quelle: www.destatis.de