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Schmetterlinge in der Post

2016-04-04 14:16:07

Zollbeamte des Zollamts Göggingen stellten im März 2016 zwei artengeschützte Schmetterlinge in der Postabfertigung sicher.

Eine Privatperson hatte sich aus Vietnam zwei tote Schmetterlinge bestellt, die in der Postabfertigung am Zollamt Göggingen ankamen. Bei der Abholung des Postpakets konnte diese jedoch keine erforderlichen Dokumente vorlegen, die für die Einfuhr in die EU nötig gewesen wären.

Bei den beiden toten Schmetterlingsexemplaren (wissenschaftliche Bezeichnung: Teinopalpus imperialis) handelt es sich nach dem Artenschutzgesetz um eine geschützte Tierart. Diese spezielle Schmetterlingsart ist im Anhang B der Artenschutz-Verordnung gelistet. Somit gelten bestimmte Auflagen für die Einfuhr der geschützten Tiere.

"Bei Bestellungen von lebendigen oder toten Tieren sowie von Pflanzen, sollte man immer das Artenschutzgesetz im Auge behalten", so Melanie Mayr, Pressesprecherin des Hauptzollamts Augsburg. "Bei Beachtung der jeweiligen Bestimmungen zur Einfuhr gibt es so keine unschönen Überraschungen. Für den sonstigen Onlinehandel lohnt sich immer ein Blick in die neue App Zoll und Post."

Die durch die Artenschutz-Verordnung erfassten Exemplare sind nach dem Grad ihrer Schutzbedürftigkeit in vier Anhängen (A bis D) aufgeführt. In der EG wurden unter anderem die Regelungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) durch die Artenschutz-Verordnung umgesetzt. Darüber hinaus enthalten die Anhänge der Artenschutz-Verordnung noch Verschärfungen beziehungsweise Ergänzungen gegenüber dem WA.

Der Anhang B enthält Arten, für deren Handel aus der Gemeinschaft und in die Gemeinschaft Ein- und Ausfuhrdokumente erforderlich sind. Zu diesem Anhang gehören zum Beispiel alle Affen, Bären und Katzen, alle Landschildkröten, Krokodile, Warane, Steinkorallen sowie diese Schmetterlinge mit der Bezeichnung "Teinopalpus imperialis".

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de