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Dope für die Haare?

2016-03-22 13:15:30

Zehn Kilogramm Khat fanden Nürnberger Zöllner letzte Woche in einem Postpaket aus Äthiopien. Der Empfänger aus Nürnberg gab beim Zollamt Hafen an, dass er das Paket von einem Freund erhalten habe und seine Frau die grünen Blätter für ihre Haare verwenden würde.

Angesichts der getrockneten, grünen Blätter und der großen Menge fanden die Zöllner diese Erklärungen jedoch wenig glaubhaft und fanden bei ihren Recherchen heraus, dass es sich bei dem angeblichen Haarpflegemittel um die stimulierende Droge Khat handelte.

Das Kauen der Blätter des Khatstrauchs ist im Nahen Osten und in Ostafrika stark verbreitet. Die Blätter der Pflanze enthalten Cathinon, das mit dem Amphetamin eng verwandt ist, aber wesentlich schwächer wirkt.

Das Kauen hat eine euphorisierende Wirkung, unterdrückt aber gleichzeitig Hunger- und Müdigkeitsgefühle. In Äthiopien gilt Khat seit prähistorischer Zeit als Alltagsdroge, in Deutschland jedoch fällt es als verbotene Substanz unter das Betäubungsmittelgesetz.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de