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Gekühltes Koks aus Guayaquil

2016-03-04 18:16:12

Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Michael Meister: "Der Schutz der Bevölkerung vor Rauschgiftkriminalität hat hohe Prioriät. Der Zoll wird den Verfolgungsdruck weiterhin hoch halten."

In den frühen Morgenstunden des 20. Januar dieses Jahres trug die Arbeit der Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamts Bremen und der Ermittlungsgruppe Hafen Bremen des Zollfahndungsamts Hamburg buchstäblich Früchte. In einem mit Bananen beladenen Kühlcontainer aus Ecuador entdeckten die Beamten der Kontrolleinheit Grenznaher Raum Bremerhaven des Hauptzollamts Bremen drei schwarze Sporttaschen. Diese enthielten insgesamt 190 Pakete mit fast 200 Kilogramm Kokain. Die Taschen hätten vermutlich im sogenannten Rip Off durch Täter in Bremerhaven aus den Containern entnommen werden sollen.

Finanzstaatssekretär Dr. Meister erklärte zu diesem großen Erfolg: "Dank seiner professionellen Arbeit hat der Zoll über eine halbe Tonne Rauschgift aus dem Verkehr gezogen. Zusammen mit den sechs Festnahmen ist ein empfindlicher Schlag gegen die internationale Rauschgiftkriminalität gelungen. Der Zoll wird den Verfolgungsdruck weiterhin hoch halten."

In parallelen Ermittlungen der Ortspolizeibehörde Bremerhaven konnten am 27. Februar 2016 sechs Tatverdächtige festgenommen werden, als diese versuchten, 70 Kilogramm Kokain einzuschmuggeln. Ermittlungen haben nun ergeben, dass diese Tätergruppe vermutlich auch die am 20. Januar 2016 sichergestellten circa 200 Kilogramm Kokain einschmuggeln wollte.

Das in der Bundesrepublik auf dem Schwarzmarkt gehandelte Kokain weist im Straßenverkauf in der Regel einen Wirkstoffgehalt von etwa 35 Prozent Kokainhydrochlorid auf. Die Einfuhrware enthält meist mehr als 85 Prozent Kokainhydrochlorid. Für die Abgabe an Konsumenten wird das Rauschgift meist mit Milchzucker, Saccharose, Fruktose und Ähnlichem auf einen konsumierbaren Wirkstoffgehalt gestreckt. Dadurch wird die handelbare Menge Betäubungsmittel vervielfacht.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de