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Fundstück des Monats

2016-03-01 01:15:13

Das Deutsche Zollmuseum konnte aus dieser Zeit ein Paar goldene Epauletten erwerben. Diese Parade-Rangabzeichen wurden von einem Oberzollkontrolleur der Hamburger Zollverwaltung nur zu besonderen Anlässen im Zeitraum von circa 1880 bis 1918 getragen und waren damals sehr teuer. Aus diesem Grund wurden im normalen Dienst nur einfache, teilweise geflochtene Achselstücke mit verschiedenen Auflagen, je nach Dienstrang, getragen. Nur die Zollbeamten der unteren Ränge bekamen ihre Dienstkleidung gestellt. Die anderen mussten hingegen die Ausrüstung selbst käuflich erwerben.

Die mit Verzierungen versehenen Uniformen und deren Rangabzeichen, Säbel, Degen, Portepees sowie die Kopfbedeckungen hatten damals einen enormen Stellenwert. Sie gaben an, welche Stellung die Person in der Gesellschaft und in der Behörde innehatte. Ein Oberzollkontrolleur gehörte der Rangordnung entsprechend zum hochgestellten Personal.

Erst 1919 wurde die Reichszollverwaltung als alleinige Zollbehörde im Deutschen Reich gegründet. Ab 1926 gab es dann für alle Zollbeamten eine einheitliche Uniform. Die Rangabzeichen wurden 1972 in der Zollverwaltung abgeschafft. Die Zuzahlung der Beamten an der Dienstkleidung in Höhe von 33 Prozent wurde bis heute beibehalten.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de