DeutschEnglischFranzösisch
Jahr
Suchen: TARIC oder Warenbeschreibung

Goldschmuck- und Orchideenschmuggel verhindert

2016-02-26 16:15:49

Am 17. Februar 2016 kontrollierten Beamte des Zolls am Bremer Flughafen eine aus Indien einreisende 32-jährige indische Staatsbürgerin mit Wohnsitz in Bremen. Die Frage nach mitgebrachten Waren verneinte sie. Bei einer anschließenden Kontrolle ihres Reisegepäcks kam jedoch Goldschmuck im Wert von über 4.000 Euro zum Vorschein. Auch die Tatsache, dass der Schmuck ihr zu ihrer Hochzeit geschenkt wurde, bewahrte die Frau nicht vor der Einleitung eines Steuerstrafverfahrens und der Zahlung von über 960 Euro Zoll und Einfuhrumsatzsteuer.

Einen Tag später reiste ein deutsches Ehepaar aus der Türkei zurückkehrend über den Bremer Flughafen ein. Beim Zoll wurden zunächst ordnungsgemäß die für ihr Unternehmen mitgebrachten Waren angemeldet. Trotzdem entschlossen sich die Zöllner, das mitgeführte Gepäck zu kontrollieren und wurden auch hier fündig. Der Ehemann führte Goldschmuck im Wert von über 1.000 Euro, die Ehefrau sogar im Wert von über 8.000 Euro mit. Auch hier wurde gegen beide Reisende ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Da die Ehefrau die entstandenen Steuern von fast 1.800 Euro nicht entrichten konnte, wurde der Goldschmuck bis zur Zahlung der Einfuhrabgaben sichergestellt. Der Ehemann bekam seinen Goldschmuck nach Zahlung der Steuern in Höhe von fast 230 Euro wieder ausgehändigt.

Am 19. Februar 2016 reiste ein chinesischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Bremen aus China ein. Bei der Zollkontrolle verneinte er die Frage nach mitgebrachten Waren. Hier stellten die Beamten neben 600 Zigaretten außerhalb der Freimenge Wurzeln der Gastrodia fest. Die in Südostasien vorkommenden Pflanzen der Gattung Gastrodia gehören zur Familie der Orchideen und werden in der chinesischen Medizin vor allem gegen Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt. Nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen sind diese Pflanzen geschützt. Die für die Einfuhr notwendigen Dokumente konnte der Reisende nicht vorlegen. Die Wurzel wurde beschlagnahmt. Den Reisenden erwartet jetzt ein Ordnungswidrigkeitenverfahren durch das Bundesamt für Naturschutz.

« Vorige | Nächste »
Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de