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Ware schwarz verpackt

2016-02-25 16:15:26

Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sieben Monaten beziehungsweise einem Jahr und vier Monaten wurden die beiden ehemaligen Inhaber einer Fürther Verpackungsfirma vom Amtsgericht Nürnberg verurteilt.

Die Verurteilten setzten über mehrere Jahre Arbeitnehmer als sogenannte Scheinselbstständige ein. Durch die Anmeldung eines Gewerbes sollte der Anschein einer Selbstständigkeit der Arbeiter erweckt werden. Tatsächlich waren sie jedoch nur auf Weisung der Arbeitgeber tätig und somit abhängig beschäftigt.

Weitere Arbeiter wurden als Arbeitnehmer regulär angemeldet. Allerdings wurde ihnen ein Teil des Lohns schwarz ausgezahlt und die Sozialversicherungsbeiträge somit ebenfalls nicht ordnungsgemäß entrichtet.

Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Nürnberg konnten nachweisen, dass der Sozialversicherung dadurch ein Schaden in Höhe von über 130.000 Euro entstanden ist.

Da es sich für beide Angeklagte um die erste Freiheitsstrafe handelte, sie sich geständig gezeigt haben und der Schaden bereits teilweise wiedergutgemacht wurde, konnte die Freiheitsstrafe noch auf Bewährung ausgesetzt werden.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de