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Krokodil am Arm

2016-02-15 15:15:57

Zollbeamte der Postabfertigung stellten vergangene Woche ein Paket sicher, in dem sich zwei Uhrenarmbänder aus Krokodilleder befanden. Das Bundesamt für Naturschutz bestätigte kürzlich, dass die Einfuhr der Armbänder das Washingtoner Artenschutzübereinkommen verletzt.

Beim Zollamt Hildesheim wurde die im Internet bestellte Sendung aus den USA vom Paketempfänger im Beisein eines Abfertigungsbeamten geöffnet. Als dabei zwei Uhrenarmbänder aus Krokodilleder zum Vorschein kamen, zweifelte der erfahrene Zöllner sofort an der Einfuhrfähigkeit.

"Bei der Einfuhr von Waren aus exotischen Tieren besteht immer die Möglichkeit, dass das Washingtoner Artenschutzübereinkommen verletzt wird. Zur abschließenden Klärung schalteten wir deshalb das Bundesamt für Naturschutz ein", so Frank Mauritz, Pressesprecher des Hauptzollamts Braunschweig.

Ihre Einfuhr - auch über den Postverkehr - ist damit ohne eine schriftliche Einfuhrgenehmigung verboten. Eine Genehmigung konnte durch den Paketempfänger nicht vorgelegt werden. Die Uhrenarmbänder wurden deshalb umgehend sichergestellt.

Der illegale Handel mit exotischen Tieren, Pflanzen und Produkten daraus ist ein einträgliches Geschäft, allerdings mit dramatischen Folgen: Viele freilebende Tier- und Pflanzenarten sind in ihrer Existenz bedroht. Diese dürfen in der Regel nur mit einer Ausfuhrgenehmigung des Ausfuhrstaats und einer Einfuhrgenehmigung (CITES-Dokumente) ein- und ausgeführt werden.

Die Zollverwaltung überwacht die Ein- und Ausfuhr von geschützten Tieren und Pflanzen sowie den Produkten daraus, sowohl bei gewerblichen Transporten als auch im Reise- und Postverkehr.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de