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27,5 Jahre Haft für deutsch-niederländische Drogenlogistiker

2016-01-29 13:15:12

Die beiden Haupttäter, zwei Niederländer (46, 67), wurden zu jeweils neun Jahren und sechs Monaten sowie acht Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der 52-jährige Unternehmer aus Viersen erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten. Er legte Berufung gegen das Urteil ein. Der erkrankte 50-jährige Kevelaer Unternehmer wurde schließlich am 26. Januar 2016 zu fünf Jahren und neun Monaten verurteilt.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hagen ermittelte das Zollfahndungsamt Essen gegen eine deutsch-niederländische Tätergruppierung wegen Verdachts der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln und Grundstoffen sowie Herstellung synthetischer Drogen.

Bereits am 5. Dezember 2014 wurde durch Beamte des Zollfahndungsamts Essen in Zusammenarbeit mit belgischen Zollbehörden im Hafen von Antwerpen ein Schiffscontainer sichergestellt, in dem sich mehr als drei Tonnen Marihuana befanden. Das Rauschgift war in einer Tarnladung Palmkernschalen aus Ghana versteckt. Palmkernschalen sind ein Nebenprodukt, das bei der Herstellung von Palmöl entsteht und zum Beispiel als Biomasse zum Heizen verwendet wird.

Die arbeitsteilig agierende Bande bediente sich bei der Ausführung ihrer illegalen Geschäfte bestehender Legalfirmen oder gründete Tarnfirmen, welche den Einfuhren einen legalen Anstrich verleihen sollten. Auf diese Weise wurden als Legalladung getarnte Drogen und Grundstoffe insbesondere auf dem Seeweg aus Afrika und Asien nach Europa eingeführt, wobei auch Verbindungen nach Süd- und Mittelamerika bestanden.

Bereits damals bekräftigte der Leiter des Zollfahndungsamts Essen, Regierungsdirektor Hans-Joachim Brandl, "dass eine effektive Bekämpfung organisierter, grenzüberschreitender Kriminalität nur möglich ist, wenn sich die Justiz- und Polizeibehörden der betroffenen Staaten optimal abstimmen und die beteiligten Zollfahnderinnen und Zollfahnder Hand in Hand vertrauensvoll zusammenarbeiten". "Dies hat sich nach Abschluss des Verfahrens und der gefällten Urteile erneut bewahrheitet", so Ruth Haliti, die Sprecherin des Zollfahndungsamts Essen.

Pakete mit Marihuana versteckt in Palmkernschalen Pakete mit Marihuana versteckt in Palmkernschalen

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de