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Verbotene Gegenstände und geschützte Kakteen sichergestellt

2016-01-22 11:17:55

Bei der Kontrolle des Gepäcks eines Reisenden aus San Salvador (Brasilien) am 13. Januar 2016 stellten Zollbeschäftigte des Hauptzollamts Frankfurt am Main lebende Kakteen, ein Nunchaku (Würgeholz) sowie vier Wurfsterne sicher.

Bei den Pflanzen handelt es sich um artengeschützte Exemplare mit Knolle und Erde, bei deren Einfuhr nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen Dokumente erforderlich sind. Diese konnte der Reisende nicht vorweisen. Der Beschuldigte gab an, seinen Wohnsitz in Brasilien aufgegeben zu haben, um wieder in Deutschland zu leben. Deshalb wolle er die Kakteen in seiner neuen Wohnung wieder einpflanzen.

Dem 55 Jahre alten Mann wird neben dem Verstoß gegen artenschutzrechtliche Bestimmungen auch der Verstoß gegen das Deutsche Waffengesetz in Bezug auf die asiatischen Waffen vorgeworfen. Markus Becker, Sprecher beim Hauptzollamt Frankfurt am Main, sagt: "Seit dem 1. April 2013 sind Wurfsterne in Deutschland gesetzlich verboten. In der Hand eines geübten Werfers können sie durchaus zu einer gefährlichen Waffe werden."

Im Jahr 2014 gab es beim Hauptzollamt Frankfurt am Main 411 Aufgriffe nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Insgesamt wurden dabei 23.326 Einzelexemplare sichergestellt. Darunter befanden sich auch 14.835 lebende Tiere. Die Zahl der lebenden Pflanzen betrug 314. Grundsätzlich können Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro oder mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de