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Erzeugerpreise 2015: – 1,8 % gegenüber 2014

2016-01-20 13:16:03

WIESBADEN - Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,8 % niedriger als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist dies der stärkste Rückgang im Jahresdurchschnitt seit 2009 (- 4,2 %).

Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate der Erzeugerpreise hatte die Preisentwicklung der Energie: 2015 war Energie um 5,4 % billiger als 2014. Die Preise für Mineralölerzeugnisse gingen dabei um 14,8 % zurück. Elektrischer Strom kostete durchschnittlich 5,7 % weniger als 2014. Die Preise sanken für Weiterverteiler gegenüber 2014 um 10,5 %, für Haushalte um 0,9 %. Erdgas war im Jahresdurchschnitt um 4,6 % billiger. Industriekunden zahlten 7,5 % weniger, für Haushalte sanken die Erdgaspreise um 1,0 %. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise fielen die Erzeugerpreise 2015 gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % (2014 gegenüber 2013: - 0,1 %). 

Die Preise für Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) lagen im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,2 % unter denen des Vorjahres. Hier wirkten sich die Preisrückgänge für chemische Grundstoffe mit - 5,7 % am stärksten aus. Metalle waren im Jahresdurchschnitt um 1,5 % billiger als 2014 (2014 gegenüber 2013: - 2,5 %). Dagegen stiegen zum Beispiel die Preise für elektronische integrierte Schaltungen um 11,5 %.

Verbrauchsgüter waren im Jahresdurchschnitt um 1,1 % billiger als 2014. Die Preise für Nahrungsmittel sanken gegenüber dem Vorjahr um 2,3 %. Große Preisrückgänge gab es etwa bei Zucker mit - 27,2 % und bei Milch mit - 13,4 %. Höhere Preise wurden dagegen unter anderem für Kaffee (  6,0 %) und Süßwaren (  4,4 %) erzielt. 

Vorleistungsgüter waren im Dezember 2015 um 2,2 % billiger als im Dezember 2014. Gegenüber dem Vormonat November 2015 sanken die Preise um 0,3 %. Die Preise für Metalle waren um 7,1 % niedriger als im Dezember 2014 (- 1,5 % gegenüber November 2015). Walzstahl kostete 10,3 % weniger als ein Jahr zuvor. Metallische Sekundärrohstoffe verbilligten sich um 30,6 %. Erzeugnisse aus Beton, Zement und Gips kosteten 1,5 % mehr als im Dezember 2014.

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Kategorie: Statistisches Bundesamt Aktuell
Quelle: www.destatis.de