DeutschEnglischFranzösisch
Jahr
Suchen: TARIC oder Warenbeschreibung

575 Kilogramm Wasserpfeifentabak geschmuggelt

2016-01-12 17:16:53

Am 8. Januar 2016 kontrollierten Zollbedienstete des Hauptzollamts Frankfurt am Main Reisende eines Fluges aus Dubai. Bei der Kontrolle des Gepäcks von fünf französischen Staatsangehörigen stellten diese insgesamt 554 Kilogramm nicht angemeldeten und unversteuerten Wasserpfeifentabak, auch bekannt als Shisha-Tabak, sicher.

Laut Angaben der Beschuldigten wollten diese den Tabak in Deutschland und Frankreich verkaufen. Gegen die fünf gemeinsam reisenden Personen - drei Männer und zwei Frauen im Alter von 19 bis 30 Jahren - wurden Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet.

Insgesamt hatte der sichergestellte Wasserpfeifentabak einen inländischen Verkaufspreis von 43.067,50 Euro. Der verhinderte Steuerschaden liegt bei 23.040,16 Euro.

Christine Straß, Sprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt am Main: "Offiziell erhältlicher und versteuerter Wasserpfeifentabak wird auf seine Genusstauglichkeit geprüft und trägt wie Zigaretten und sonstiger Rauchtabak auch eine deutsche Steuerbanderole. In vielen Shisha-Cafés versucht man jedoch, den Gewinn zu maximieren, indem geschmuggelter und gestreckter Tabak verwendet wird. Der Verbraucher trägt das gesundheitliche Risiko, oft ohne es zu wissen."

Der Trend zum Shisha-Rauchen hat sich erst in den letzten Jahren entwickelt und gehört häufig bei jüngeren Leuten zum Lifestyle. Dabei sind besonders die stark aromatisierten Originaltabakmischungen aus dem Orient gefragt. Der scheinbar unbeschwerte Genuss und der aromatische Duft des Tabaks täuschen darüber hinweg, dass gerade der stark überhöhte Glyzeringehalt gesundheitliche Gefahren mit sich bringt. Laut Weltgesundheitsbehörde wird bei einer Shisha-Sitzung etwa so viel Rauch inhaliert wie bei 100 filterlosen Zigaretten.

« Vorige | Nächste »
Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de