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Doppelsieg für Laura Dahlmeier

2016-01-11 09:17:13

Bei dem wegen Schneemangels von Oberhof nach Ruhpolding verlegten ersten Weltcup-Wochenende des neuen Jahres sicherte sich Laura Dahlmeier einen Doppelsieg in Verfolgung und Massenstart.

Noch vor dem Beginn der ersten Wettkampfserie des Biathlon-Weltcups in diesem Jahr gab es unerfreuliche Nachrichten zu vermelden. Sowohl Franziska Preuß als auch Simon Schempp mussten ihre Teilnahme krankheitsbedingt komplett absagen. So konnten die beiden Wahl-Ruhpoldinger nicht den so oft zitierten Heimvorteil nutzen, der aus der kurzfristigen Verlegung der Wettbewerbe von Oberhof in das Berchtesgadener Land resultiert hätte. "Ich habe gehofft und alles versucht, aber leider bin ich noch nicht so fit, dass es Sinn macht", begründete der Zollhauptwachtmeister seine Vernunftentscheidung. "Bei einem Weltcup muss man einfach 100-prozentig gesund sein. Ich hoffe, nächste Woche wieder voll angreifen zu können."

Bereits am Freitag unterstrich Laura Dahlmeier mit dem vierten Platz im Sprint über 7,5 Kilometer, dass ihr der Trainingsausfall im Herbst und der hierdurch späte Einstieg in den Wettkampfwinter nicht geschadet haben. Ungewohnt für die ansonsten sehr sichere Schützin, ließ sie im Liegendanschlag eine Scheibe stehen und verpasste durch die 150 Extra-Meter in der Strafrunde nicht nur eine Podestplatzierung, sondern wahrscheinlich aufgrund des sehr geringen Abstands von nur 2,8 Sekunden auf die Gewinnerin Franziska Hildebrand wohl auch einen möglichen Sieg. Die Freude über die gute Platzierung sei jedoch "riesig", meinte die Zollbeamtin nach dem Rennen, aber eben auch ein bisschen ärgerlich "weils so knapp war!"

Das bisschen Ärger konnte Laura Dahlmeier dann wohl in der Verfolgung am gestrigen Samstag in positive Energie umwandeln. Sah es nämlich bis zum letzten Stopp am Schießstand nach einem Sieg der im Gesamtweltcup führenden Tschechin Gabriela Soukalová aus, so wendete sich das Blatt, als diese ebenso wie die Zolloberwachtmeisterin jeweils eine Scheibe stehen ließ. "Es war ganz schön hart. Auf der letzten Runde war es ein brutaler Fight," beschrieb Laura Dahlmeier den folgenden Weg bis ins Ziel, auf dem sie ihre ganze läuferische Stärke auspackte und mit über sieben Sekunden Vorsprung den Wettkampf noch klar für sich entscheiden konnte. "Ich hab mir gewünscht, ich wär auf der Couch und hätts nur im Fernsehen gesehen," kommentierte sie den hart erkämpften fünften Weltcupsieg ihrer Karriere.

Für den krönenden Abschluss und dritten deutschen Erfolg im dritten Heimrennen in Ruhpolding sorgte dann heute erneut Laura Dahlmeier. Nach einer fehlerlosen Schießleistung mit 20 Treffern bei 20 Schuss setzte sich die bei Bernhard Kröll trainierende Biathletin aus dem Zoll Ski Team im Massenstart über 12,5 Kilometer deutlich gegen ihre Konkurrentinnen durch. "Heute war es ein perfektes Rennen. Es ist ein Wahnsinn, ein Traum", schwärmte sie im TV-Interview über ihren Doppelerfolg vor heimischem Publikum. "Ich fühle mich gerade richtig stark, jedes Rennen macht unglaublich Spaß." Da kann man nur hoffen, dass die Freude und die Stärke auch bei den Rennen in der kommenden Woche in Ruhpolding anhalten.

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de