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Fulminante Ergebnisse in Hochfilzen

2015-12-14 13:15:18

Die Biathletinnen und Biathleten aus dem Zoll Ski Team feierten bei den Weltcup-Wettkämpfen in Hochfilzen, dem Austragungsort der Weltmeisterschaften 2017, fulminante Erfolge.

Am Freitag begann die Wettkampfserie im österreichischen Pillerseetal mit den Sprintwettbewerben der Damen und der Herren. Dabei zeigten sich insbesondere die Damen siegeshungrig und sicherten sich mit einem Dreifach-Erfolg gleich das komplette Podest. Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt und Miriam Gössner jubelten ausgelassen über ihre Erfolge auf der Strecke der Biathlon-Weltmeisterschaften 2017.

Insbesondere Miriam Gössner war überglücklich, dass sie nach überstandener Rückenverletzung den Anschluss an ihre früheren Leistungen wiedergefunden hat. "Es ist so ein unbeschreiblich schönes Gefühl", so die dreimalige Weltcupsiegerin. "Ich denke, ich bin da, wo ich sein sollte. Läuferisch war ich schon fast wieder in meiner alten Form. Beim Schießen ist noch Luft nach oben, da ist Potenzial für Verbesserungen", ergänzte sie mit einem strahlenden Lachen im Gesicht.

Auch bei den Herren kam der Tagessieger aus Deutschland. Simon Schempp zeigte sich unbeeindruckt von seinem 77. Platz beim Sprint in Östersund am vergangenen Wochenende und sicherte sich fehlerfrei und souverän den Sieg. "Mit der Brechstange geht es meistens nach hinten los", so der Zollhauptwachtmeister über seine Einstellung, "auf Teufel komm raus funktioniert relativ wenig."

Reichte es bei ihrem gestrigen, wegen eines hartnäckigen Infekts verspäteten Einstiegs in den Weltcup "nur" zu Platz sechs, sollte es in der Verfolgung für Laura Dahlmeier gleich der Sieg sein. Die amtierende Vize-Weltmeisterin in dieser Disziplin überquerte trotz eines Schießfehlers die Ziellinie vor ihren Konkurrentinnen und freute sich über den nach ihren Worten "perfekten Tag".

Ebenfalls Grund zur Freude hatte Teamkollegin Maren Hammerschmidt, die sich wie am Vortag den zweiten Platz sicherte: "Das ist einfach Wahnsinn, einfach der Hammer. Ich kann das gar nicht beschreiben. Ich habe schon in Östersund gemerkt, dass ich läuferisch mithalten kann. Und wenn es dann mit dem Schießen klappt, kann man auch ganz vorne landen."

In einem "absoluten Psycho-Rennen" mit vielen Positionswechseln verpasste Simon Schempp im Verfolger der Herren knapp den Doppelerfolg und musste sich am Ende eines extrem spannenden Wettkampfs Martin Fourcade aus Frankreich geschlagen geben. "Der Martin hat alles versucht. Mal wollte er nicht vorlaufen, dann zog er einen Zwischenspurt an, dann wollte er zu früh in den Zieleinlauf. Da ging es ganz schön drunter und drüber", meinte der Zollhauptwachtmeister, der sich mit Rang zwei aber zufrieden zeigte und relativierte: "Das gehört halt einfach dazu."

Das deutsche Damen-Quartett unterlag in der Besetzung Franziska Hildebrand, Maren Hammerschmidt, Vanessa Hinz und Franziska Preuß am Ende hauchdünn der Staffel aus Italien und verpasste den Sieg nur um 0,2 Sekunden. "Das war eine tolle Leistung", lobte Bundestrainer Gerald Hönig seine Schützlinge. "Wir haben den zweiten Platz gewonnen, und nicht den ersten verloren. Wir fahren mit einem strahlenden Lächeln nach Hause."

Insgesamt 16 Nachlader waren dann bei der deutschen Staffel der Herren eindeutig zu viel, um ganz vorne mitmischen zu können. Am Ende reichte es im letzten Rennen in Hochfilzen mit dem fünften Rang nicht mehr fürs Podest. Schlussläufer Simon Schempp machte zwar mit einer guten Leistung noch fünf Positionen gut, kam aber wegen des zu großen Abstands nicht mehr an die Spitze heran: "Ich habe beim Stehendschießen was riskiert und konnte noch ein paar Positionen gut machen."

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Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de