DeutschEnglischFranzösisch
Jahr
Suchen: TARIC oder Warenbeschreibung

Sechs Festnahmen bei Schwarzarbeitskontrollen

2015-12-11 21:17:28

Auf einer Baustelle in Bad Homburg haben Mitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Gießen sechs ausländische Schwarzarbeiter festgenommen.

Bereits bei der Überprüfung von Renovierungsarbeiten an einer Bad Homburger Villa hatten die Zöllner Ende November 2015 eine 40-jährige Frau und einen 21-jährigen Mann aus Moldawien bei der Schwarzarbeit erwischt.

Die beiden wurden bei Spachtel- und Fließarbeiten angetroffen, hatten aber keine gültigen Arbeitspapiere. Genaue Angaben zu ihrem Arbeitgeber machten sie nicht. Sie wurden wegen illegalen Aufenthalts vorläufig festgenommen und nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 500 Euro der Ausländerbehörde der Stadt Bad Homburg überstellt, die zwischenzeitlich die Ausweisung der beiden veranlasst hat.

Am 15. Dezember 2015 suchten die Schwarzarbeitskontrolleure des Hauptzollamts dieselbe Baustelle erneut auf. Eigentlich wollten sie herausbekommen, wer der Bauherr beziehungsweise der Arbeitgeber der zuvor festgenommenen Schwarzarbeiter ist.

Diesmal trafen sie zehn ausländische Arbeiter bei Verputz- und Stuckarbeiten an, davon sechs Rumänen im Alter von 26 bis 48 Jahren und vier Moldawier. Einer der Moldawier versuchte, sich unter leeren Putzsäcken vor den Zöllnern zu verstecken, ein anderer hinter einer Tür.

Alle vier hatten keine gültigen Arbeitserlaubnisse und hielten sich illegal in Deutschland auf. Die Männer im Alter zwischen 24 und 52 Jahren gaben an, seit einigen Tagen auf der Baustelle nur auszuhelfen, um so einen Schlafplatz zu erhalten. Eigentlich wollten sie Verwandte besuchen. Lohn hätten sie für ihre Arbeit keinen bekommen.

Sie wurden vorläufig festgenommen und der Bad Homburger Ausländerbehörde überstellt. Die verfügte heute ihre Ausreise bis zum 15. Dezember dieses Jahres.

Gemeinsam mit den sechs Rumänen lebten und schliefen die Männer im ungeheizten Keller der Villa auf einem Matratzenlager. Unklar ist immer noch, wer für die illegale Beschäftigung der Arbeiter verantwortlich ist. Die Ermittlungen hierzu dauern noch an.

Dem Arbeitgeber droht ein Strafverfahren wegen illegaler Ausländerbeschäftigung und Beihilfe zum illegalen Aufenthalt.

« Vorige | Nächste »
Kategorie: Zoll im Fokus
Quelle: www.zoll.de